Hlogyik-Unterschrift sorgt für Klarheit im Tor
Die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen können in der nächsten Saison weiter auf ihr bewährtes Schlussfrauenduo bauen
Die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen konnten vor dem abschließenden Heimspiel der Normalrunde an diesem Samstag (19 Uhr, EWS Arena) gegen die HSG Blomberg-Lippe eine weitere wichtige Personalie klären: Torhüterin Petra Hlogyik wird auch in der neuen Runde im Tor der FRISCH AUF Frauen stehen und zusammen mit Celina Meißner das bewährte Duo bilden. Die frühere ungarische Junioren-Nationalspielerin verlängerte ihren Vertrag um eine Spielzeit bis Sommer 2026 beim Tabellenachten des Oberhauses, der bereits an diesem Mittwoch fix in den Play-offs stünde, sofern die Sport-Union Neckarsulm das Derby gegen die TuS Metzingen verliert.
Somit gehen die Göppingerinnen mit dem nahezu identischen Kader in die neue Runde, der in dieser Saison schon viele Überraschungen bewerkstelligte. Zwar müssen die Abgänge von Sarah Irmler und Carmen Moser aufgefangen werden, allerdings setzt man hier künftig auf die aus dem eigenen Nachwuchs stammende Lea Watzl und Stephie Elies, die nun deutlich mehr Spielanteile erhalten werden. Elies soll im linken Rückraum zusammen mit Sina Ehmann für Tore sorgen, Watzl auf der Außenposition gemeinsam mit Mariel Beugels, die nach ihrer Schwangerschaft im Herbst wieder angreifen will. Auf der Agenda der Göppingerinnen steht nach dem langfristigen Ausfall von Leo Patorra (Kreuzbandriss) noch eine Rückraum-Mitte-Spielerin. Neu ins Team rücken wird Nici Merz aus dem eigenen Jugendbereich. Der Kader verjüngt sich dadurch weiter. Ein Kurs, der bei den Grün-Weißen konsequent fortgesetzt wird.
Dass in der neuen Spielzeit auch Petra Hlogyik weiterhin im Kasten der Göppingerinnen steht und hier Kontinuität herrscht, gefällt den Verantwortlichen. „Wir hoffen, dass Petra an ihre Leistungen von vor ihrer Verletzung anknüpfen und zusammen mit Celina eine wichtige Stütze wird, die der Mannschaft den erforderlichen Rückhalt bietet. Sie möchte weiter erste Liga spielen und sich dort beweisen“, sagt Trainer Nico Kiener. Die im Jahr 2023 gekommene Hlogyik kehrte jüngst erst wieder in den Kader zurück, nachdem sie mehrere Monate wegen anhaltender Schmerzen an der Bandscheibe aussetzen musste, weshalb die FRISCH AUF Frauen bis Saisonende Jessica Jochims reaktivierten und auch Torwarttrainerin Edit Lengyel einsetzten. „Im Derby gegen Ludwigsburg hatte Petra dann ihre ersten Minuten nach ihrer Verletzungspause absolviert und da hatte es schon gut ausgesehen“, so der Göppinger Coach.
Die zuletzt gezeigten Paraden geben berechtigten Anlass zur Hoffnung, dass Petra Hlogyik nichts an Beweglichkeit und Können eingebüßt hat und in der Vorbereitung auf die neue Runde noch zulegen wird. „Wir sind froh, dass sie wieder gesund ist und keine Schmerzen mehr hat“, berichtet Nico Kiener. Bei den jüngsten Siegen beim VfL Oldenburg (26:25) und gegen den Buxtehuder SV (33:30) erwies sich die 26-Jährige in der Schlussphase als nahezu unüberwindbar. In Oldenburg stand sie bei fünf Siebenmetern auf dem Feld und konnte alle parieren oder mit ihrer Präsenz dafür sorgen, dass die gegnerischen Spielerinnen Nervenflattern bekamen und verwarfen.
Petra Hlogyik, die durch die Teilnahme an Sprachkursen nun auch immer besser Deutsch spricht und von ihrer Erfahrung bei Europapokalspielen mit ihrem vormaligen Verein Jagodina profitiert, freut sich sehr, dass nun alles in trockenen Tüchern ist und sie auch in der Saison 2025/2026 ein wichtiger Bestandteil des Teams sein wird. „Ich mag es sehr, in Göppingen Handball zu spielen mit dieser tollen Halle und diesen tollen Fans im Rücken. Ich hatte diese Saison leider eine längere Zwangspause und daher ging es für mich erst vor ein paar Wochen so richtig los. Ich hoffe aber, dass ich auch noch in dieser Spielzeit und dann spätestens in der kommenden Runde zeigen kann, was in mir steckt, sodass wir die bestmögliche Platzierung und unsere Ziele erreichen“, sagt Petra Hlogyik. Die große Gemeinschaft und der Zusammenhalt, der auf dem Feld und auch außerhalb der Sporthalle herrsche, beschreibt Hlogyik als „richtig klasse. Das wollen wir so beibehalten und versuchen, mit guten Leistungen und attraktivem Handball noch mehr Zuschauer für unsere Heimspiele zu gewinnen.“