Eine alte Bekannte springt ein

1.11.2024
Kategorie
Bundesliga

Jessica Jochims unterstützt die Frisch-Auf-Handballerinnen bis auf Weiteres und steht schon im Derby gegen Neckarsulm im Kader

Die Bundesliga-Handballerinnen von Frisch Auf Göppingen haben wieder eine „JJ“ im Tor: Jessica Jochims wird den Aufsteiger bis auf Weiteres unterstützen und steht bereits an diesem Sonntag beim Derby gegen die Sport-Union Neckarsulm im Göppinger Aufgebot. Eingefleischten Anhängern dürfte die 28-Jährige aus früheren Bundesligazeiten der FRISCH AUF Frauen bekannt sein. Schon von 2014 bis 2016 trug die Keeperin den Dress der Schwäbinnen und bildete das Schlussfrauenduo mit Edit Lengyel, der jetzigen Trainerin der Göppinger Torhüterinnen.

Zusammen mit Frisch-Auf-Außenspielerin Sarah Irmler feierte die in Moers geborene Jessica Jochims im Jahr 2014 unter Trainer Nico Kiener die Vize-Weltmeisterschaft mit der U18-Auswahl des Deutschen Handball-Bundes. „Sie wurde damals zur besten Keeperin des Turniers ausgezeichnet“, erinnert sich der Göppinger Coach. Rein zufällig haben sich die Wege von Kiener und Jochims beim Heimspiel der Göppinger Männer gegen die SG BBM Bietigheim in der EWS Arena gekreuzt. „Ich bin mit meinem Mann wieder zurück nach Göppingen gezogen. Er kommt von hier. Wir waren beim Derby in der Halle, weil wir Julius Kühn sehen wollten, der aus meiner Heimat Aldekerk stammt“, erzählt Jessica Jochims.

Kiener berichtete seiner ehemaligen Jugendspielerin über die derzeitige Situation und den längerfristigen Ausfall der zweiten Torhüterin Petra Hlogyik (Bandscheibe) und lud seine einstige Jugendspielerin ins Training ein. Die kam und fand sofort Gefallen, fügte sich gut ins Team ein. „Ich benötige zwar noch etwas Zeit, um das Niveau zu erreichen, das ich gerne möchte. Aber das zu schaffen, habe ich mir fest vorgenommen und dafür werde ich alles geben. Es ist schon toll, dass ich nochmals in der Bundesliga auflaufen kann und noch dazu in Göppingen, wo es früher schon sehr schön war und in den letzten Jahren bei den Frauen sehr viel Positives auf den Weg gebracht wurde. Es ist alles super aufregend, aber ich freue mich riesig“, sagt die Mediendesign-Studentin.

„Wir wollten es ja eigentlich mit Edit auffangen, aber Jessica hat uns mit ihren Fähigkeiten und Bewegungen im Training sofort überzeugt. Wir benötigen für unser Tempospiel neben Celina Meißner einfach noch eine zweite jüngere Torhüterin und hielten Augen und Ohren stets offen. Jessicas letztes Spiel liegt zwar schon einige Jahre zurück, aber sie hat sich stets fit gehalten“, so die Sportliche Leiterin, Birute Schaich. Edit Lengyel soll auch weiterhin mit auf der Bank sitzen, denn für den ein oder anderen oder auch mal vier Siebenmeter wie beim 26:22-Heimsieg gegen Zwickau ist die 41-Jährige immer gut.