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Souveräner Derbysieg im letzten Heimspiel

Bericht von Frank Höhmann
vom 12.05.2019

Bis in die Haarspitzen motivierte Frisch-Auf-Frauen bezwingen die Neckarsulmer Sport-Union 28:21

Ein ungefährdeter 28:21 (12:10)-Sieg gelang den Göppinger Bundesliga-Handballerinnen in ihrem letzten Heimspiel im Derby gegen die Neckarsulmer Sport-Union. Damit werden die Frisch-Auf-Frauen die Saison auf dem achten Tabellenrang beenden. „Das ist völlig in Ordnung. Wir wollten wieder in die Top Ten kommen. Ich bin sehr stolz auf die Mädels. Es war nicht immer einfach. Aber sie haben stets alles gegeben. Wir haben heute mit viele Energie, Wille und Emotionen gespielt. Die Abwehr war wie schon gegen Blomberg sehr gut. Nur dass es diesmal im Angriff besser lief“, sagte ein zufriedener Aleksandar Knezevic.

Dabei hatte der Trainer der Frisch-Auf-Frauen kurzfristig auf Iris Guberinic verzichten müssen. Die Spielführerin litt an einer fiebrigen Erkältung und saß nur als absoluter Notnagel auf der Bank. Für Guberinic durfte Ana Petrinja von Beginn an ran, die auch beste Torschützin wurde (9/6) und alle Strafwürfe sicher verwandelte. „Wenn die eine nicht kann, muss die andere ran. Wir sind ein Team. Jeder kämpft für jeden. Das war ein souveräner Sieg. Wir hatten nur wenige kritische Phasen“, freute sich Petrinja über den gelungenen Abschluss vor heimischer Kulisse. „Es war wichtig, mit einem guten Gefühl aus der letzten Heimpartie zu gehen. Wir hatten das Spiel die meiste Zeit im Griff“, sagte Anja Brugger.

Lediglich zu Beginn der Partie taten sich die Göppingerinnen schwer, die zunächst hinten lagen, ehe sie gestützt auf eine gut aufgelegte Branka Zec, die sich bestens auf die Würfe von Nele Reimer eingestellt hatte und diese bereits in den ersten elf Minuten mit drei starken Paraden entnervte, erstmals in Führung gehen konnten (5:4). Diese gaben die Frisch-Auf-Frauen bis zum Schlusspfiff nicht mehr aus der Hand. Das Team fuhr vor den 813 Zuschauern plus vielen Grundschülern alles auf und probierte über Petrinja und Michaela Hrbkova auch den Kempatrick, den Neckarsulms Keeperin Nicole Roth mit einer exzellenten Parade vereitelte. Beim 11:7 (24.) hatten sich die Einheimischen erstmals auf vier Tore abgesetzt, ehe die Gäste eine Zwei-Minuten-Strafe nutzten, um wieder auf ein Tor zu verkürzen. Mit dem letzten Angriff vor der Pausensirene gelang Lina Krhlikar noch das 12:10.

In der zweiten Hälfte musste die Mannschaft von Pascal Morgant die Göppingerinnen dann aber Stück für Stück davonziehen lassen. Drei Treffer in Serie bedeuteten Mitte der zweiten 30 Minuten einen Sieben-Tore-Vorsprung von Frisch Auf (45.), der auch am Ende beim 28:21 Bestand hatte. In den letzten drei Minuten setzte Knezevic dann auch die zum Zweitliga-Aufsteiger Solingen-Gräfrath wechselnde Anna Bergschneider ein. Die wurde von ihren Mitspielerinnen sofort gesucht. Es war das Ziel, dass sie sich auch in die Torschützenliste eintragen kann. Das Vorhaben war von Erfolg gekrönt. Bergschneider warf zwei Tore und trug zum geglückten Saisonabschluss in eigener Halle bei.

„Jetzt geht es noch nach Bietigheim. Dort erwartet niemand was von uns. In erster Linie wollen wir nicht abgeschossen werden und ein gutes Ergebnis erzielen. Alles andere wäre vermessen“, sagt Brugger. Doch war mit den Frisch-Auf-Frauen in dieser Saison gerade in der Fremde nicht gut Kirschen essen. 

Einen Spaziergang zum Titelgewinn will man der SG BBM Bietigheim jedenfalls nicht ermöglichen.

So spielten sie:



FA Göppingen: Zec, Lengyel; Brugger (2), Schindler (2), Hrbkova (2), Adamkova (4), Krhlikar (2), Guberinic (n.e.), Kinlend (5), Petrinja (9/6), Bergschneider (2).

Neckarsulmer SU: Roth (1), Gorelova; Reimer (4), Kalmbach, Goos, Haraldsdottir, Perez (2), Kaufmann (2), Pavlovic, Ineichen, Pavkovic (12/4), Namat, Stojkovska.

Schiedsrichter: Katharina Heinz/Sonja Lenhardt (Neuhausen/Stuttgart).

Zeitstrafen: 4:0-Minuten.

Zuschauer: 813.

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