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Heimpleite bei Hrbkova-Comeback

Bericht von Wolfgang Karczewski
vom 28.12.2018

Michaela Hrbkova hatte sich so viel vorgenommen. „Ich wollte 15 Tore machen, aber ich bin einfach nicht ins Spiel gekommen“, ärgerte sich die Toptorjägerin von Frisch Auf Göppingen nach der verdienten 28:34 (12:16)-Heimpleite ihres Teams in der Handball-Bundesliga gegen den Buxtehuder SV. Die 31-jährige Linkshänderin hatte sich ihr Comeback nach wochenlanger Verletzungspause ganz anders vorgestellt. „Ich habe keine Erklärung für diesen Auftritt. Dass ich zwei Monate nicht gespielt habe, darf keine Ausrede sein. Das war einfach eine ganz schwache Leistung.“

Aber nicht nur Hrbkova, sondern die gesamte Mannschaft stand gegen Buxtehude neben sich, allen voran die Torhüterinnen Branka Zec und Edit Lengyel, die einen rabenschwarzen Tag erwischt hatten und das Torhüter-Duell mit der Buxtehuderin Antje Peveling klar verloren.

Im ersten Spiel nach der EM dominierten die Gäste mit ihrem schnellen Spiel das Geschehen. Göppingens Abwehr fand gegen die agilen BSV-Angreiferinnen keine Mittel. Frisch Auf kassierte immer wieder Tore über den Kreis oder durch Gegenstöße und lag nach 16 Minuten mit 5:9 zurück. „Wir haben nach der langen Pause nicht in unser Spiel gefunden. Vielleicht waren wir noch ein bisschen eingerostet“, vermutete Rückraumspielerin Prudence Kinlend, mit acht Treffern beste Torschützin der Grün-Weißen, „in der Abwehr hatten wir viele Absprachefehler, sodass Buxtehude ohne Not auf einmal in Überzahl vor unserem Tor stand.“

Hinzu kam, dass das Göppinger Angriffsspiel viel zu statisch und zudem fehlerhaft war. Viele Bälle waren eine sichere Beute von SV-Torhüterin Peveling. Den Göppingerinnen gelang es bis zur Pausensirene nicht, den Vier-Tore-Rückstand zu verkürzen, sodass beim Stand von 12:16 die Seiten gewechselt wurden.

In den ersten Minuten nach der Halbzeit kämpften sich die Göppingerinnen zwei Mal bis auf ein Tor heran (18:19/39. Minute und 19:20/40. Minute) heran, und bei den gut 1600 Fans in der EWS-Arena keimte noch mal Hoffnung auf. „Erst in dieser Phase hatten wir die Chance, das Spiel zu drehen, aber wir haben zu schnell zu viele Tore kassiert“, sagte Frisch-Auf-Trainer Aleksandar Knezevic.

Innerhalb von vier Minuten machte Buxtehude aus dem 19:20 das vorentscheidende 19:24 und erstickte damit alle Hoffnungen des Tabellenvierten im Keim. Souverän brachten die Norddeutschen anschließend ihren Auswärtssieg über die Zeit und gewannen mit 34:28.

Jetzt geht’s zum Spitzenreiter

Für Spielführerin Iris Guberinic war die schmerzhafte Niederlage kein Wink für die kommenden Begegnungen. „Natürlich ist die Enttäuschung jetzt groß, aber wir wissen, welche Qualität wir haben“, zeigte sie sich kämpferisch. Dabei wird die nächste Aufgabe für die Frisch-Auf-Frauen nicht einfacher – im Gegenteil, denn am Sonntag geht’s zu Tabellenführer Thüringer HC, der ebenfalls gestern bei Schlusslicht SV Union Halle-Neustadt mit 35:30 (17:15) gewann. „Ich weiß nicht, ob wir dort eine Chance haben, aber wir müssen dieses Spiel als Übung nehmen für die nächsten Partien“, meinte Prudence Kinlend.

So spielten sie

Frisch Auf Göppingen: Zec (27.-44. ab 53.), Lengyel; Brugger (3), Blanke (5/1), Schindler (3), Kinlend (8), Hrbkova (1/1), Guberi­nic (5/3), Adamkova (3), Bergschneider (n.e.), Petrinja.

Buxtehuder SV: Peveling, Rühter (bei drei Siebenmetern); Gronemann, Luschnat, Fischer (6), Düvel, Haurum, Dölle (1), Gubernatis (4), Schirmer, Oldenburg (3), Lott (9), Kaiser (8), Prior (3/2), Staal.

Schiedsrichter: Ramesh und Suresh Thiyagarajah (Gummersbach).

Zeitstrafen: 4:2 Minuten.

Zuschauer: 1627.

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