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Mobirise

Hrbkova brennt auf Rückkehr

Bericht von Frank Höhmann
vom 26.12.2018

Die Frisch-Auf-Frauen können im heutigen Heimspiel gegen Buxtehude wieder auf ihre Torschützenkönigin bauen

Lange Wochen liegen hinter Michaela Hrbkova. Neun lange Wochen. „Das war eine harte Zeit für mich. Aber jetzt kann ich endlich wieder spielen. Und ich möchte noch stärker sein als vorher. Dafür habe ich sehr viel getan“, sagt die Göppinger Torschützenkönigin. Die Nummer elf der Frisch-Auf-Frauen brennt auf ihr Comeback, das sie am heutigen Abend um 19 Uhr beim letzten Heimspiel des Jahres der Göppinger Bundesligahandballerinnen in der EWS-Arena gegen den Buxtehuder SV geben wird.

Vom Glück verfolgt war die 31-Jährige in dieser Spielzeit bislang wahrlich nicht: zuerst musste sie aufgrund eines Muskelfaserrisses in der linken Wade mehrere Wochen pausieren, im Metzingen-Heimspiel bekam sie in der zwölften Minute, eine Minute nach ihrem ersten Einsatz seit ihrer Wadenverletzung, die Finger einer Gegenspielerin ins Auge und konnte nicht mehr weiterspielen. Die bittere Diagnose: Bruch des Augenhöhlenbodens, OP und mindestens zwei Monate Pause. Durch die EM hat die tschechische Nationalspielerin zwar nur drei Ligaspiele und das Pokalspiel in Bietigheim versäumt, allerdings stand sie dafür ihrem Nationalteam in Frankreich nicht zur Verfügung. Für jemanden, der so viel Herzblut reinlegt wie Michaela Hrbkova, keine einfache Zeit. Doch die gehört nun der Vergangenheit an. Hrbkovas Blick richtet sich nach vorne. In der Bundesliga sind es immer noch 18 Spiele. Und was gäbe es Schöneres, als mit einem Heimsieg auf die Platte zurückzukehren?

Aleksandar Knezevic hätte nichts gegen ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Der Trainer und Geschäftsführer der Göppingerinnen feierte gestern seinen 50. Geburtstag. Doch auch Knezevic weiß, dass das Heimspiel gegen Buxtehude alles andere als einfach wird. Auch wenn sein Team auf Rang vier steht, zuletzt drei Siege in Folge feiern konnte, und der Gegner sich mit einem 29:29 gegen den bis dato punktlosen Neuling aus Halle-Neustadt in die EM-Pause verabschiedet hat und derzeit nur auf Rang neun des Klassements steht und in fremden Hallen noch keinen Punkt geholt hat. So ging nicht nur das Derby beim VfL Oldenburg verloren. Beim Thüringer HC setzte es gar eine empfindliche 21:37-Schlappe. Der BSV hat seinen Kader allerdings verjüngt und eine etablierte Kräfte verloren. So zog es Emily Bölk zum amtierenden Meister nach Thüringen.

Die von Dirk Leun trainierten Nordlichter gehören jedoch nicht gerade zu den Lieblingsgegnern der Frisch-Auf-Frauen. In insgesamt 30 Partien gab es nur vier Siege und ein Unentschieden. Der letzte Sieg datiert vom 1. Mai 2016 (33:25). Höchste Zeit also, dass sich was dreht. „Diese Bilanz gilt es nun mit unseren Zuschauern im Rücken und dem Aufwind aus den jüngsten Spielen aufzupolieren. Ich hoffe auf viele Fans“, sagt der Trainer. Eine stimmungsgeladene Halle hätten sich die Göppingerinnen angesichts der bislang klasse Saison redlich verdient. Trotz des kleinen Kaders und des Ausfalls von Hrbkova gelang es den Grün-Weißen, die Auswärtsspiele in Bad Wildungen (24:21), in Nellingen (32:29) und zuletzt in Bensheim siegreich zu gestalten.

Vor allem der Sieg bei den „Flames“ war ein Paradebeispiel dafür, welch Willensstärke, Leidenschaft und Kampfgeist die Frisch-Auf-Frauen auszeichnet. Nach einem 10:16-Rückstand gelang mit einem 10:1-Lauf noch ein 29:28-Auswärtssieg. „Das war sensationell. Hut ab vor meiner Mannschaft“, zollt Knezevic seinem Team größten Respekt. Die Göppinger Tugenden soll nun heute Abend Buxtehude zu spüren bekommen, dann würden die Frisch-Auf-Frauen weiterhin Höhenluft schnuppern.


Spielverlegung!

Das Derby der Frisch-Auf-Frauen gegen die SG BBM Bietigheim muss vom ursprünglich vorgesehenen Spieltermin am Samstag, 2. Februar (19 Uhr) auf Mittwoch, 30. Januar 2019 (19.30 Uhr) vorverlegt werden. Am Sonntag, 3. Februar ist Bietigheim im EHF-Pokal beim norwegischen Club Storhamar im Einsatz.

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