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Nichts unversucht lassen

Bericht von Frank Höhmann
vom 25.04.2019

Die Frisch-Auf-Frauen haben am Samstag um 19 Uhr gegen den Thüringer HC eine hohe Hürde vor sich

Es ist das Wochenende, das die beiden Bundesligamannschaften und Fans von Frisch Auf elektrisieren dürfte: Am Sonntag empfangen die Herren den amtierenden Meister Flensburg. Am Samstag um 19 Uhr treffen die Frisch-Auf-Frauen in ihrem vorletzten Heimspiel auf den amtierenden Meister Thüringer HC, der sich mit der SG BBM Bietigheim ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft liefert, die in dieser Spielzeit über die Tordifferenz entschieden werden dürfte.

Siege gegen eine der beiden führenden Mannschaften sind in dieser Spielzeit nur den beiden Spitzenteams selber gelungen - in den direkten Duellen: Die SG BBM Bietigheim bezwang den Thüringer HC im Hinspiel, der THC revanchierte sich im Rückspiel. Das Restprogramm der Frisch-Auf-Frauen sieht Spiele gegen beide Topteams vor, an diesem Samstag um 19 Uhr geht es für die Grün-Weißen in der heimischen EWS-Arena zunächst gegen den THC, am letzten Spieltag führt die kurze Anreise nach Bietigheim.

„Wir werden alles probieren und wollen mit einer stabilen Abwehr als Basis eine gute Leistung abliefern“, sagt Rechtsaußen Anja Brugger, die um die Schwere der Aufgabe gegen den Abonnement-Meister der vergangenen Jahre weiß. Mit Ausnahme des Jahres 2017 ging der Titel seit 2011 immer nach Thüringen. „Der THC muss noch ein paar Tore aufholen, wenn er erneut Meister werden will. Vor drei Jahren hätte er bei uns beinahe den Titel verspielt“, erinnert sich Brugger. Damals konnten die Frisch-Auf-Frauen den haushohen Favoriten in einer mitreißenden Partie mit 27:26 aufs Kreuz legen. Zur Meisterschaft reichte es für den THC dennoch.

„Auswärtsspiele in Göppingen sind nie leicht. Wir hatten dort oft sehr große Mühe“, weiß auch Thüringens-Trainer Herbert Müller. Vielleicht verspürt der Gast einen gewissen Druck, wenn er nicht gut in die Begegnung findet, und die Frisch-Auf-Frauen können auf eine Überraschung hoffen, wie es lange Zeit im Hinspiel der Fall war, als sich der THC nur mit einem Kraftakt und dank der individuellen Klasse der beiden Nationalspielerinnen Emily Bölk und Alicia Stolle 26:23 durchsetzen und den in fremden Hallen so erfolgreichen Frisch-Auf-Frauen die erste Auswärtsniederlage zufügen konnte. Herausragende Akteurin des THC ist die Tschechin Iveta Luzumova, die mit viel Übersicht das Spiel steuert und auch selber mit Dynamik den Torabschluss sucht. In Beate Scheffknecht und Torhüterin Kristy Zimmerman gibt es ein Wiedersehen mit zwei ehemaligen Frisch-Auf-Spielerinnen.

„Wir wollen nichts unversucht lassen und es dem THC mit viel Kampf und Leidenschaft so schwer wie möglich machen“, sagt Frisch-Auf-Coach Aleksandar Knezevic. Der Trainer der Göppingerinnen will den Kontrahenten die Punkte nicht einfach so im Vorbeigehen überlassen, sondern ihn so lange wie möglich ärgern. Personell sah es unter der Woche jedoch nicht so gut aus: Lina Krhlikar konnte nicht trainieren. Auch Ana Petrinja, die beim Auswärtsspiel in Buxtehude einen Schlag auf die Hand abbekam, musste passen. Ob das Duo gegen den THC mitwirken kann, entscheidet sich kurzfristig. Knezevic ist aber zuversichtlich, dass zumindest eine von beiden am Samstag zur Verfügung steht. „Das macht das Ganze nicht gerade einfacher, aber wir wollen das Beste aus der Situation machen und uns gut präsentieren.“

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