Mobirise

Knezevic mit großen Sorgen

Bericht von Holger Riegel
vom 18.04.2019

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Nach drei Heimspielen in Folge treten die Frisch Auf Frauen am heutigen Samstag mal wieder in der Ferne an. Um 16:00 Uhr wird das Spiel beim Buxtehuder SV angepfiffen.

Die Vorzeichen für die Göppingerinnen stehen nicht gut, denn der Osterhase hat Aleksandar Knezevic so manches personelles Problem ins Nest gelegt. „Wir haben seit Monaten verletzungs- und krankheitsbedingte Sorgen, aber die Situation hat sich diese Woche nochmals zugespitzt“, erklärt der Trainer. Die meisten Trainingseinheiten der Grün-Weißen in dieser Woche waren sehr dünn besetzt, teilweise musste der Coach mit einer Handvoll Spielerinnen auskommen, eine sinnvolle Vorbereitung auf die Begegnung im hohen Norden war nicht möglich. „Es ist ein trauriger Höhepunkt, den wir gerade verarbeiten müssen“, beschreibt Knezevic die Lage und ergänzt mit Blick auf die aktuelle Zielsetzung: „Zunächst gilt es einfach gesund zu werden“.

In Buxtehude wird der Trainer definitiv auf Annika Blanke verzichten müssen. Ihre Knieverletzung ist schwerer als zunächst vermutet und zwingt die Rückraumspielerin zu einem vorzeitigen Saisonende. Hinzu kommt mit Lina Krhlikar die Abwehrchefin der Göppingerinnen. „Lina spielt seit Wochen mit Schmerzen und muss nun einfach mal aussetzen um ihre Beschwerden auszukurieren“, sagt Knezevic. Als wäre dies nicht genug konnten auch Branka Zec und Ana Petrinja die letzten Tage krankheitsbedingt nur sporadisch trainieren.

Für den Auftritt bei den Nordlichtern steckt der Coach den Kopf aber dennoch nicht in den Sand. „Trotz all dieser Probleme werden wir mit dem maximalen Kampf in die Partie gehen und versuchen ein gutes Spiel zu zeigen“, erklärt er. Wie sich die Umsetzung dieses Ziels gestaltet und mit wem Knezevic letztlich auflaufen wird, hängt aber vom Zustand seiner angeschlagenen Spielerinnen heute Nachmittag ab.

Die Gastgeberinnen werden auf die Lage der Grün-Weißen wohl kaum Rücksicht nehmen und so erwartet die Göppingerinnen eine sehr schwere Aufgabe in Buxtehude. Momentan steht Dirk Leun mit seiner Truppe auf dem 5. Tabellenplatz und das obwohl der Auftakt in die Saison für den BSV mächtig daneben ging. Mit 5:9 Zählern verabschiedete man sich im November in die EM-Pause, doch der Auswärtssieg in Göppingen kurz nach Weihnachten erwies sich für Buxtehude als Steigbügel aus der Startkrise. Seither holte man 20:8 Punkte und kletterte stetig in der Tabelle. So ist jetzt auch die Teilnahme am internationalen Geschäft wieder greifbar.

„Für mich ist Buxtehude, wie schon in den vergangenen Jahren, eines der Topteams im deutschen Frauenhandball“, beschreibt Aleksandar Knezevic den Rivalen. Vor allem die Ausgeglichenheit sieht er als die große Stärke der Nordlichter an: „Sie haben eine sehr gut eingespielte Mannschaft, die zudem viel Qualität besitzt.“ Ein Blick in die Statistik bestätigt diese Einschätzung, denn die absolute Topscorerin sucht man beim BSV vergebens. Die Tore sind auf den Kader verteilt und machen Buxtehude damit schwer ausrechenbar. „Selbst mit einem kompletten Kader ist dort immer schwer zu bestehen“, erklärt der Coach der Grün-Weißen aus der Erfahrung der letzten Jahre. Erst einmal konnte Göppingen beim BSV gewinnen und das just in der Premierensaison im Oberhaus im Herbst 2006. Lange her.

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