Mobirise

Rumpfteam liefert harten Kampf

vom 14.10.2019
Bericht von Frank Höhmann

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FRISCH AUF Frauen verlieren bei der HSG Bensheim/Auerbach 33:37

Ohne Punkte kehrten die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen von ihrem Gastspiel bei der HSG Bensheim/Auerbach zurück. Bei den „Flames“ mussten sich die FRISCH AUF Frauen nach einer hart umkämpften Begegnung 33:37 (17:18) geschlagen geben.

„Das war ein Mega-Kampfspiel. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir jemals mit 33 Gegentoren gewonnen haben. Aber es ist uns heute gelungen, noch mehr Tore zu werfen. Am Ende hatten wir sicher ein paar Körner mehr im Tank als Frisch Auf“, sagte Bensheims Trainerin Heike Ahlgrimm. „Wir haben alles versucht, es hat leider nicht gereicht, um zu punkten. Unser Angriff war ziemlich gut, in der Abwehr kamen wir häufig einen Schritt zu spät“, sagte Göppingens Coach Aleksandar Knezevic, der neben Michaela Hrbkova und Roxana Ioneac auch auf Ana Petrinja verzichten musste. Romy Morf-Bachmann war zwar mit dabei, hatte die ganze Woche über wegen einer Grippe jedoch nicht trainieren können. Immerhin stand Anja Brugger nach ihrer Schulterverletzung wieder im Kader. Die Dienst älteste Spielerin von Frisch Auf warf bei ihrem Comeback fünf Tore.

Zunächst schien es so, als würden die „Flames“ vor 900 Zuschauern den Grün-Weißen frühzeitig den Garaus machen. Die Ahlgrimm-Schützlinge waren sofort „on fire“ und setzten sich nach wenigen Minuten auf 5:1 ab, doch dann bissen sich die FRISCH AUF Frauen in die Partie und konnten, gestützt auf eine gut haltende Jasmina Jankovic im Tor, nach einem tollen Zuspiel auf Petra Adamkova zum 7:7 ausgleichen (16.). Bensheim gelang es jedoch wieder, sich auf zwei Tore abzusetzen.

Immer wieder konnte sich die Jungnationalspielerin Julia Maidhof durchsetzen. Und im Rückraum war auf die Treffer der Ex-Metzingerin Ines Ivancok Verlass, die bereits in der ersten Hälfte fünfmal erfolgreich war und mit insgesamt elf Treffern beste Schützin ihres Teams wurde. Auf Göppinger Seite ließ sich Iris Guberinic nicht lumpen, die von der Linie aus sicher verwandelte. Lina Krhlikar, die zusammen mit Johanna Schindler den Part als Spielgestalterin übernahm, löste immer wieder auf und zog an den Kreis, wo sie versuchte, mit Adamkova Freiräume für die Rückraumschützinnen Annika Blanke und Romy Morf-Bachmann zu schaffen.

Das gelang mit zunehmender Spieldauer immer besser, sodass sich Frisch Auf in der 26. Minute erstmals in Führung werfen konnte (14:15). Bensheim hielt jedoch dagegen und ging nach einem von Maidhof abgeschlossenen Kempa-Treffer mit einem 18:17 in die Pause.

In den ersten fünf Minuten der zweiten Hälfte gab es durch drei Zeitstrafen viel Platz auf dem Feld. Beide Mannschaften beharkten sich weiter auf Augenhöhe. Frisch Auf konnte die Führung der „Flames“ zunächst immer wieder kontern und lag bis zum 22:22 gleichauf. Dann jedoch merkte man einen ersten Kräfteverschleiß an, den Bensheim zum 25:23 nutzte. Es folgten die vorentscheidenden Minuten der Partie. Bis zur 50. Minute konnte Bensheim seinen Vorsprung verdoppeln und auf 30:26 erhöhen.

Frisch Auf verkürzte durch einen Treffer von Iris Guberinic und hatte anschließend Pech, dass diese mit einem Wurf am Lattenkreuz scheiterte. Wieder auf zwei Tore heranzukommen und den folgenden Angriff abzufangen, hätte vielleicht noch einmal letzte Kräfte freigesetzt. Als Ivancok jedoch sechs Minuten vor Schluss das 32:28 erzielte und Sarah Dekker kurz darauf einen weiteren Bensheimer Treffer folgen ließ, war der Widerstand der FRISCH AUF Frauen gebrochen.


HSG Bensheim/Auerbach:

Kockler, van Beurden; Ivancok (11), van Gulik (1), Friedberger (5/1), Maidhof (9/2), Kühlborn (1), Stuttfeld (2), Dekker (4), Gerisch, Hurst (4), Bartaseviciute.

FRISCH AUF Frauen:

Jankovic, Zec; Brugger (5), Morf-Bachmann (4), Blanke (4), Adamkova (6), Krhlikar (1), Guberinic (8/6), Welter (1).

Schiedsrichter: Timo Hörath/Thomas Hofmann (Zirndorf/Bamberg).

Zeitstrafen: 8:8-Minuten.

Zuschauer: 900.

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