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Nicht die Finger verbrennen

Vom 12.04.2019 von Frank Höhmann

Die Frisch-Auf-Frauen bekommen es am Samstag um 19 Uhr mit den „Flames“ der HSG Bensheim/Auerbach zu tun

Wenn die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen am Samstag um 19 Uhr in ihrem letzten von drei Heimspielen in Folge die „Flames“ der HSG Bensheim/Auerbach erwarten, wollen sie sich am Gegner nicht die Finger verbrennen. Erst recht nicht soll dem noch abstiegsgefährdeten Kontrahenten aus Hessen die Möglichkeit gegeben werden, ein flammendes Inferno zu entfachen. Stattdessen will das Team von Trainer Aleksandar Knezevic selber ein Feuerwerk auf dem Spielfeld zünden und dem 34:27-Derbysieg gegen den TV Nellingen einen weiteren Heimsieg folgen lassen.

„Endlich ist es vorbei“, atmet Petra Adamkova auf. „Aber eigentlich war es vergangene Woche ja gar kein Heimsieg“, fährt die Göppinger Kreisläuferin fort und lacht. Die Frisch-Auf-Frauen bezwangen den Lokalrivalen von den Fildern in ihren Auswärtstrikots. Eine angesichts der besonderen Umstände ergriffene Maßnahme des Göppinger Coaches. In welchem Dress seine Mannschaft am Samstag in der EWS-Arena auflaufen wird, das lässt Aleksandar Knezevic offen. „Unser Ziel ist es, den siebten Platz zu verteidigen. Dazu müssen wir etwas mehr Stabilität in die Abwehr bringen, als es gegen Nellingen gerade in den ersten 30 Minuten der Fall war“, sagt der Coach der Frisch-Auf-Frauen. Ob Lina Krhlikar eingesetzt werden kann, die im Heimspiel gegen die Schwaben Hornets sich beim Rückwärtslaufen mit Nellingens Stefanie Schoeneberg verhakt hatte und unglücklich auf die linke Hand gefallen war, wird sich kurzfristig entscheiden. „Ich hoffe, dass Lina dabei sein kann“, sagt Knezevic, „sie war die Woche über krankgeschrieben.“ Es gibt aber auch Erfreuliches: Rückraumspielerin Annika Blanke dürfte am Samstag beim drittletzten Heimspiel der Saison in den Kader zurückkehren.

Um gegen Bensheim in eigener Halle einen Heimsieg zu landen, dazu will auch wieder Torhüterin Branka Zec ihren Anteil beitragen, die gegen Nellingen mit vielen tollen Paraden aufwartete, was das Fachmagazin „Handballwoche“ mit der Nominierung in die Mannschaft der Woche würdigte. Ein schöner Nebeneffekt, der Zec weiter anspornen dürfte. „Ich gebe immer alles. Manchmal klappt es eben mehr, manchmal nicht so. Es freut mich natürlich, wenn ich dem Team den nötigen Rückhalt geben kann.“ Bensheim kämpfe noch um wichtige Punkte für den Klassenerhalt und „wird alles versuchen, bei uns zu gewinnen“.

Der Tabellenelfte hat immer wieder mit guten Ergebnissen aufhorchen lassen: So mündete das aus dem jüngst erzielten 21:21 beim Europacupanwärter Borussia Dortmund gewonnene Selbstvertrauen der Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm in ein 31:18-Schützenfest im Kellerduell gegen Halle-Neustadt. Ein vorentscheidender Schritt zum Klassenerhalt für die „Flames“, die sich in der vergangenen Saison Bonuspunkte auf dem Weg zum Klassenerhalt beim 24:23-Coup gegen die TuS Metzingen holten.

„Das wird keine leichte Aufgabe für uns“, weiß Zec, die sich aber nicht zu sehr mit dem Gegner beschäftigen, sondern den Fokus auf ihr Team und dessen Stärken legen möchte, die es am Samstag wieder abzurufen gilt. „Dann werden wir dieses Spiel auch gewinnen. Wir wollen Blomberg nicht vorbeiziehen lassen“, sagt Zec, die die Fans in den verbleibenden Spielen mit schönem, aber auch erfolgreichem Handball verwöhnen möchte. „Was dann noch möglich ist und ob wir uns in der Tabelle verbessern können, werden wir sehen. Wir schauen von Spiel zu Spiel.“ Jede Partie sei wichtig und müsse mit der entsprechenden Konzentration angegangen werden. Der ersehnte Heimsieg der Vorwoche habe befreiend gewirkt und gezeigt, „dass wir es in der eigenen Halle auch noch können.“ Das soll gegen Bensheim gleich noch einmal unter Beweis gestellt werden.

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