Mobirise

Eine Halbzeit Lehrstunde

vom 11.11.2019
Bericht von Frank Höhmann

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FRISCH AUF Frauen können beim Tabellenführer Dortmund nicht mithalten und verlieren deutlich mit 20:32 (9:20)

Es war eine erste Hälfte der Kontraste: Die einen, die Handballerinnen des Tabellenführers und Überfliegers Borussia Dortmund, spielten nahezu an der Perfektion. Für die anderen, die FRISCH AUF Frauen, wurden die ersten 30 Minuten zur Lektion. Und so lagen die Göppingerinnen bei ihrem Gastspiel in der Sporthalle Wellinghofen zur Halbzeit bereits aussichtslos mit 9:20 im Hintertreffen. Nach dem Seitenwechsel gewährte Dortmunds Trainer Andre Fuhr vielen jungen Spielerinnen Einsatzzeiten, sodass die Frisch-Auf-Frauen den Rückstand zwischenzeitlich auf acht Treffer minimieren konnten, der für das Team von Trainer Aleksandar Knezevic am Ende zwölf Treffer betrug.

Schon vor Spielbeginn war klar, dass die Grün-Weißen mit dem Geheimfavoriten wohl nicht würden mithalten können. Dass die Partie jedoch bereits nach zehn Minuten Spielzeit würde entschieden sein, damit hatten die kühnsten Optimisten im Lager der Schwarz-Gelben gerechnet. Trainer Andre Fuhr hatte sich auf einen zähen Kampf eingestellt, musste aber feststellen, „dass Göppingen heute sicher nicht seinen besten Tag erwischt hat und wir in der ersten Hälfte natürlich auch richtig gut gespielt haben“.

Der BVB kam hervorragend in die Gänge, agierte nach der schnellen 5:0-Führung mit einem Selbstverständnis und einer Spielfreude, die Ihresgleichen suchte. Die FRISCH AUF Frauen kamen in der Offensive gegen die bewegliche Abwehr der Gastgeberinnen nicht zurecht, konnten weder über die Außen, noch am Kreis Akzente setzen. Zwar hielt Torfrau Jasmina Jankovic in der Anfangsphase einen Siebenmeter von Bogna Sobiech und auch im weiteren Verlauf der Partie den ein oder anderen Wurf der Gastgeberinnen, vorne jedoch leisteten sich ihre Teamkolleginnen viel zu viele Ballverluste, die es den Dortmunderinnen ermöglichten, gegen eine lückenhafte Abwehr zu einfachen Toren zu kommen. Und wenn es doch einmal schwieriger wurde, weil Frisch Auf mit einer offensiveren Abwehr agierte und den Spielfluss stören wollte, demonstrierten die Borussinnen wie in der 14. Minute mit einem tollen Zuspiel an den Kreis ihre Klasse.

Auch wenn die FRISCH AUF Frauen am Samstag keinen Gradmesser darstellten, dürfte in dieser Form mit den Dortmunderinnen im Kampf um die Meisterschaft zu rechnen sein. Fuhr hält den Ball noch flach: „Unser erstes Ziel ist es, unterm Weihnachtsbaum als Tabellenführer zu stehen“. Dazu muss noch eine Partie gewonnen werden, dann geht es erst Ende Dezember nach der Weltmeisterschaft weiter. Bei den FRISCH AUF Frauen braucht man sich über die Niederlage beim übermächtigen Gegner nicht weiter grämen. Der Blick muss vielmehr nach vorne gerichtet werden, denn schon an diesem Samstag gibt es bei den noch punktlosen Vipers der HSG Bad Wildungen ein ganz wichtiges Spiel im Kampf um den Klassenerhalt. Dann steht ein Team der gleichen Kragenweite auf der Platte, dem man von Anfang an Paroli bieten will und muss. Wieder mit Unterstützung des Fanclubs. Denn der ließ sich trotz der sich abzeichnenden Klatsche nicht entmutigen und feuerte seine Mannschaft unentwegt an, die erst in der sechsten Minute durch Michaela Hrbkova zu ihrem ersten Torferfolg kam. Zu diesem Zeitpunkt hatte Knezevic bereits eine Auszeit genommen (5.). Die zweite folgte vier Minuten später, als Dortmund 9:1 in Führung lag. Beim 14:4 (18.) hatte sich der BVB erstmals einen Zehn-Tore-Vorsprung herausgeworfen, zur Pause betrug die Differenz elf Tore (20:9). Danach sah es lange Zeit so aus, als würde Frisch Auf zumindest die zweite Halbzeit für sich entscheiden können, doch am Ende hatte Dortmund sich auch in den zweiten 30 Minuten knapp behauptet.

So spielten sie:


BVB Dortmund:

Duijndam, Roch, Ten Holte; Smits (6), Dulfer (4), Bleckmann (1), Grijseels (4/2), Müller-Korn, Kockel (1), Zych (1), Sobiech (7/1), Fujita, Vollebregt (6), Weisheitel (1), Freriks (1).

FRISCH AUF Frauen:

Jankovic, Zec; Brugger (2), Blanke (4), Hrbkova (6/5), Petrinja, Morf-Bachmann (3), Adamkova (1), Krhlikar, Guberinic (3), Welter (1).

Schiedsrichter: Jennifer Eckert/Maria Ludwig (Leipzig).

Zeitstrafen: 4:4-Minuten.

Zuschauer: 600.

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