Mobirise

Hrbkova fällt zwei Monate aus

Bericht von Frank Höhmann
vom 26.10.2018

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Die Torjägerin der Frisch-Auf-Frauen wurde am Dienstag erfolgreich am linken Auge operiert



Hiobsbotschaft für die Göppinger Bundesligahandballerinnen: Torjägerin Michaela Hrbkova, die nach einem überstandenen Muskelfaseriss in der linken Wade gerade erst wieder auf die Platte zurückgekehrt war, wird den Frisch-Auf-Frauen voraussichtlich zwei Monate lang fehlen. „Das ist ein schwerer Schlag für uns“, sagt Trainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic. Jetzt müsse die Mannschaft noch enger zusammenrücken. „Vielleicht löst so etwas aber auch eine Trotzreaktion aus“, hofft Knezevic vor den anstehenden Auswärtsaufgaben in Bad Wildungen an diesem Samstag, in Nellingen und in Bensheim sowie dem Pokal-Achtelfinalspiel in Bietigheim am 31. Oktober, dass seine Mannschaft in den kommenden Begegnungen eine „Jetzt-erst-recht“-Mentalität an den Tag legt.



Am Dienstag wurde die tschechische Nationalspielerin in der Augenklinik des Universitätsklinikums Tübingen erfolgreich am linken Auge operiert. „Die etwa eineinhalbstündige OP ist gut verlaufen“, berichtet Hrbkova. „Natürlich will ich so schnell wie möglich zurück, aber ich muss jetzt erst einmal Geduld haben, auch wenn mir das nicht leicht fällt.“ Am Wochenende darf die Göppinger Linkshänderin die Klinik wieder verlassen und muss dann nur noch zur Nachsorge nach Tübingen.



Beim Derby gegen die TuS Metzingen (21:31) war die Nummer elf der Frisch-Auf-Frauen in der zwölften Minute, zwei Minuten nach ihrer Einwechslung, bei einer Abwehraktion von einer Gegenspielerin mit der Hand im linken Auge getroffen worden. Zunächst war das Ausmaß der Verletzung nicht absehbar, Hrbkovas anfängliche Schreie ließen jedoch nichts Gutes erahnen. Der ganze Augenbereich war total angeschwollen und lilablau gefärbt. Den Eisbeutel entfernend, sah die Spielerin des Jahres aus, als hätte sie nicht Handball gespielt, sondern an einem Boxkampf teilgenommen.

Bei der Untersuchung am Tag nach dem Metzingen-Spiel stellten die Augenärzte eine Orbitabodenfraktur fest. Dabei handelt es sich um einen Bruch des Augenhöhlenbodens zur Kieferhöhle hin, welcher sich in Doppelbildern äußert und zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führen kann. In diesem Fall wird bei der Operation eine Platte eingesetzt, die den Boden beim Zusammenwachsen unterstützen und stärken soll, um ein eventuelles Abrutschen des Auges zu verhindern.

Läuft der Heilungsprozess sehr gut, könnte die Linkshänderin im letzten Heimspiel des Jahres gegen Buxtehude ihr Comeback geben. Wahrscheinlicher dürfte die Rückkehr jedoch beim ersten Heimspiel des neuen Jahres am 5. Januar gegen die HSG Blomberg-Lippe sein. „Da darf man nichts überstürzen. Das Auge ist etwas sehr Feinfühliges und nicht mit einer Zerrung vergleichbar“, sagt Knezevic.


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