Mobirise

Keine Lust auf unliebsame Überraschung

Bericht von Frank Höhmann
vom 13.09.2018

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Göppingens Bundesligahandballerinnen gehen höchst konzentriert in das erste Heimspiel gegen Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt

Frank Höhmann

Überraschungen im Sport sind schön. Meistens jedenfalls. Hin und wieder gibt es auch unliebsame. Wenn man den Gegner nicht ernst genug nimmt oder sich irgendwann zu sicher fühlt, dass eigentlich nichts mehr schiefgehen kann. Das wollen die Frisch-Auf-Frauen am morgigen Samstag unter allen Umständen vermeiden und gehen deshalb höchst konzentriert in ihr erstes Heimspiel gegen den SV Union Halle-Neustadt, das um 19 Uhr in der EWS-Arena beginnt. „Den Gegner kennen wir noch nicht. Mal sehen, was uns erwartet“, sagt Rechtsaußen Anja Brugger.

Wie in der vergangenen Saison auch, gibt als erster Kontrahent also ein Aufsteiger seine Visitenkarte unterm Hohenstaufen ab. Halle kehrte in der vergangenen Saison in das Handball-Oberhaus der Frauen zurück, wo man letztmals 1998/1999 spielte, mit sieben erreichten Punkten aber sofort wieder absteigen musste. Die Euphorie bei den „Wildcats“ ist groß, die als einziger Zweitligist in die höchste deutsche Spielklasse aufsteigen wollten und diesen Aufstieg als Zweitplatzierter hinter Meister Rosengarten-Buchholz auch sportlich rechtfertigten. Doch musste man bereits im ersten Heimspiel erkennen, welch rauer Wind in der Bundesliga weht. Gegen den Pokalsieger VfL Oldenburg bezog das Team von Trainerin Tanja Logvin eine 29:39-Schlappe. Kein Grund, in Panik zu verfallen. Eine gewisse Eingewöhnungszeit hat bislang jeder der Neulinge gebraucht. Zu lange sollte diese jedoch nicht andauern, sonst könnte man vorentscheidend abgehängt werden. Logvin beschwört vor allem den Kampfgeist, den ihr Team auf die Platte bringen müsse. „Du kannst Talent haben, doch ohne Willen erreichst du trotzdem nichts.“

Um den nötigen Biss muss man sich bei den Frisch-Auf-Frauen keine Sorgen machen. Der Auftakt in Dortmund war vielversprechend, auch wenn dem Team von Trainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic der Sieg in letzter Sekunde entrissen wurde. „Es war mehr drin“, blickt Anja Brugger zurück, „aber es wird auch nicht jeder in Dortmund einen Punkt holen.“ Das 26:26 beim Tabellenvierten der Vorsaison hat Lust auf mehr gemacht. Auf den ersten Sieg, die ersten beiden Zähler der neuen Spielzeit. „Wir freuen uns riesig auf unsere Heimpremiere. Letzte Saison mussten wir ja sehr, sehr lange darauf warten“, sagt Aleksandar Knezevic. Das erste Heimspiel fand Mitte Oktober statt, das zweite erst im November. Knezevic hofft, dass die Mitte dieser Woche und für weitere zwei Jahre besiegelte Zusammenarbeit mit der grün-weißen Lebensversicherung Michaela Hrbkova dem Team und dem Publikum vor dem Heimauftakt einen zusätzlichen Motivationsschub verleiht. „Das ist eine super Sache und sollte sich insgesamt positiv auf alle auswirken“, hofft Knezevic, der jüngst erst die Vertragsverlängerung von Lina Krhlikar verkünden konnte. 

„Wir müssen wach sein, dürfen Halle nicht unterschätzen. Neue Mannschaften wollen sich immer beweisen. Aber wir nehmen unsere leichte Favoritenrolle an und wollen nach den 60 Minuten einen Heimsieg feiern“, gibt der Trainer die Marschroute für Samstag vor. Ein paar Spielerinnen waren unter der Woche angeschlagen, aber Knezevic ist zuversichtlich, dass sein Kader morgen trotzdem vollständig sein wird. Nach weiteren Trainingseinheiten dürfte auch Prudence Kinlend bald ihre alte Dynamik wiedererlangt haben. Annika Blanke vertrat sie jedoch glänzend und warf in Dortmund sieben Tore. Doch darauf kommt es nicht alleine an. „Wir benötigen wieder eine starke Abwehr“, betont Anja Brugger. Gelingt diese, dürfte den Göppinger Bundesligahandballerinnen keine böse Überraschung drohen, sondern vielmehr der erste Heimsieg gelingen. „Wir sind bereit dafür“, sagt Knezevic.

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Die FRISCH AUF Frauen sind eine Handballmannschaft aus dem schwäbischen Göppingen, die seit 1999 in der Bundesliga spielt. Das Motto der Göppingerinnen lautet "Handball mit Gefühl!"

Da auch das Männerteam von FRISCH AUF! in der Bundesliga am Ball ist, wird Göppingen gerne als "Handball-Hauptstadt" bezeichnet.