Mobirise

Raus mit Applaus

Bericht von Frank Höhmann
vom 02.11.2018

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Beim 24:30 im DHB-Pokal-Achtelfinalspiel bei der SG BBM Bietigheim schwinden den Frisch-Auf-Frauen nach 50 Minuten die Kräfte.

Wie das Männerteam vor ein paar Wochen in der Bundesliga, mussten sich am Mittwochabend auch die Göppinger Bundesliga-Handballerinnen der SG BBM Bietigheim geschlagen geben. Kam die Derbyniederlage der Herren eher überraschend, fiel das 24:30 (12:16) der Frisch-Auf-Frauen im Achtelfinale des DHB-Pokals in die Kategorie erwartbar.

„Sie machen es jedem schwer“, hatte Bietigheims Trainer Martin Albertsen gewarnt, sich auf einen Spaziergang einzustellen. „Wir hatten lange Hoffnung auf eine Überraschung. Meine Mannschaft hat toll gekämpft“, sagte Trainer Aleksandar Knezevic. Bis zur 50. Minute erwies sich das Team von Trainer Aleksandar Knezevic als ein zäher Kontrahent, der zehn Minuten vor Schluss auf 22:25 herankommen konnte, was Albertsen zu einer Auszeit veranlasste. Nach einem Ballverlust der Einheimischen bot sich den Grün-Weißen die Möglichkeit, auf zwei Tore Unterschied zu verkürzen. Im Übereifer schlich sich ein Fehlpass ein, den Bietigheim in Person von Ines Ivancok zum 26:22 nutzte. Der Champions-League-Teilnehmer drückte nun mit frischen Kräften aufs Tempo und sorgte mit drei weiteren Treffern für die Entscheidung (58.).

Bietigheims fünffache Torschützin Kim Braun war froh, mit dem Einzug ins Viertelfinale dem Olymp-Final-Four in der Stuttgarter Porsche-Arena „einen weiteren Schritt“ nähergekommen zu sein. „Mittwochspiele sind immer schwierig. Am Ende ist uns dann die Kraft ausgegangen. Aber wir haben lange Zeit toll dagegen gehalten, ich bin stolz auf unsere Leistung“, sagte Göppingens Annika Blanke, der fünf Feldtore und ein Treffer vom Siebenmeterpunkt aus gelangen. Nur Ana Petrinja hatte häufiger getroffen. Sie netzte insgesamt achtmal ein. Bei sieben Versuchen war sie vom Strich erfolgreich, zweimal scheiterte sie an Torhüterin Valentyna Salamakha.

Von der ersten Sekunde an „on fire“ war vor 461 Zuschauern in der Sporthalle am Viadukt Torhüterin Branka Zec, die die kompletten 60 Minuten durchspielte. Edit Lengyel kam nur zu einem Siebenmeter aufs Feld. Zec zeigte an ihrem 32. Geburtstag eine starke Leistung und vereitelte in den Anfangsminuten zwei Bietigheimer Angriffe, zudem entschärfte sie gleich in der ersten Minute einen Siebenmeter von Kim Naidzinavicius samt Nachwurf. In Führung gehen konnte Frisch Auf beim Meister von 2017 trotzdem nicht, der Doppelschlag von Angela Malestein war jedoch nach sieben Minuten ausgeglichen und auch nach 14 Minuten stand es weiter unentschieden (5:5). In der Folge konnte sich das Albertsen-Team zwar auf vier Tore absetzen (13:9). Die Göppingerinnen hatten sich bis zwei Minuten vor der Pause aber wieder auf zwei Tore herangepirscht, lagen nach zwei verwandelten Siebenmetern von Maura Visser nach der ersten Hälfte aber doch wieder vier Tore zurück (12:16).

Bis zur 45. Minute änderte sich an der Differenz nichts, ehe Bietigheim in Überzahl auf 25:19 wegziehen konnte. Zec durchbrach den Lauf mit einem „Empty Goal“. Die Grün-Weißen mobilisierten danach die letzten Reserven und nervten die Gastgeberinnen mit den von Iris Guberinic und Anja Brugger erzielten Treffern 21 und 22 weiter. In den verbleibenden zehn Minuten profitierten die Enztälerinnen dann von den größeren Kraftreserven und ihrem breiteren und auf allen Positionen mehrfach besetzten Kader und spielten ihre Routine aus. So brachte der Favorit am Ende mit 30:24 sechs Tore Unterschied zwischen sich und den württembergischen Rivalen und bejubelte den Einzug ins Viertelfinale.

Die Göppingerinnen durften die Halle dennoch erhobenen Hauptes verlassen und können sich von heute an drei Tage erholen, ehe ab Montag die volle Konzentration dem nächsten Derby in der Liga beim TV Nellingen gilt.



So spielten sie:

SG BBM Bietigheim: Salamakha, Eckerle; Malestein (6/2), Braun (5), Rozemalen (2), Visser (5/5), Kudlacz-Gloc (2), Van der Hejden (2), Gustin (1), Naidzinavicius (3), Loerper (1), Ivancok (2), Lauenroth (1), Schulze

FA Göppingen: Zec (1), Lengyel; Brugger (3), Schindler, Blanke (6/1), Adamkova (5), Krhlikar, Guberinic (1), Kinlend, Petrinja (8/7), Bergschneider
Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck/Simon Reich (Reutlingen/Metzingen)
Zeitstrafen: 14:4-Minuten 
Zuschauer: 461.

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Über Uns 

Die FRISCH AUF Frauen sind eine Handballmannschaft aus dem schwäbischen Göppingen, die seit 1999 in der Bundesliga spielt. Das Motto der Göppingerinnen lautet "Handball mit Gefühl!"

Da auch das Männerteam von FRISCH AUF! in der Bundesliga am Ball ist, wird Göppingen gerne als "Handball-Hauptstadt" bezeichnet.